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Überraschung für Flugpionierin zum 80. Geburtstag im TV



Frau McGraw: Mit 80 Jahren Kunstflug (Foto: Mark McGraw)


Zum 80. Geburtstag seiner Mutter hatte sich Mark McGraw, US-Amerikaner, der für einen Luftfahrtkonzern in Europa arbeitet, etwas besonderes einfallen lassen:

Da die Mutter nach dem 2. Weltkrieg die erste Frau in ihrem US-Bundesstaat war, die eine Fluglehrerlizenz besaß - also eine echte Flugpionierin ist - wollte er ihr als Überraschung einen Flug mit einer klassischen Kunstflugmaschine schenken.
"Experimentalflug"-Pilot Hubertus fliegt eine von ihm liebevoll gepflegte "Zlin 526", einen schönen, klassischen Kunstflug-Doppelsitzer aus den 70er-Jahren.
Also genau das richtige Flugzeug! Außerdem steht in der Halle ein "Bücker Jungmann"-Doppeldecker, was zusammen ein herrliches Bild für einen Flugzeugfreund ergibt.

Schnell war da noch die Idee, das Fernsehen einzuladen, denn so eine Geburtstagsüberraschung ist doch etwas Sehenswertes!


Die charmante Dame erzählt für TV-Südbaden von ihren Flugerfahrungen
(alle Fotos: copyright M. McGraw)


Nach einem Interview zu ihrer langen Flieger-Geschichte, fragte Mr. Mark McGraw seine Mutter, was sie denn jetzt am liebsten tun würde. Zu diesem Zeitpunkt wußte die lebensfrohe Dame noch gar nicht, daß es möglich sei, mit den vermeintlichen "Museums-Flugzeugen" zu fliegen. Das hinterte sie nicht daran, nachdrücklich zu verkünden: "Fly THIS Aircraft!", mit dem Finger auf die Bücker zeigend. Sie wollte diesen Doppeldecker fliegen! Ok, da konnte ihr der Sohn die Freude machen.
Doch als sie erfuhr, daß nur mit der Zlin "richtiger" Kunstflug möglich sei, war ihr das viel lieber.


Frau McGraw hat sich schnell entschieden zwischen der schönen Bücker Jungmann und der Zlin für den Kunstflug
(alle Fotos: copyright M. McGraw)


Und sie hat nichts ausgelassen! Nach ein paar sanften Figuren für´s Fernsehen (ich flog mit unserer Vereinsmaschine mit dem Kameramann von TV-Südbaden nebenher), wollte sie richtig loslegen: Looping, Kubanische Acht, Turn, erst auf die letzte Minute vor der Schließung des Platzes landete die Zlin. Für die beiden Amerikaner - Herr McGraw war zusammen mit dem Kameramann mit mir in der Luft gewesen - war es ganz unverständlich, daß auf dem Freiburger Flugplatz leider immer schon um 19:30 Schluß ist. "Müssen dann Autos auch stehen gelassen werden?"


"das volle Programm" wollte die rüstige 80-jährige


Die Expi-Flieger haben sich noch eine eigene Überraschung ausgedacht, von der weder Mutter noch Sohn vorher etwas wußten: Andy startet noch mit der starken und wendigen Kunstflugmaschine YAK 55 und stattete uns am Himmel einen Besuch ab. Das war unsere Art, der Pionierin zum Geburtstag und zu ihrer durchs Alter ungetrübten Liebe zur Fliegerei zu gratulieren!
Dabei war das gar nicht so einfach, ihn in der kürze der Zeit in die Luft zu bekommen: Andy war unterwegs, wir wußten nicht, wie er zu erreichen sei. Und Dietmar - der zweite YAK-Pilot - war als Berufspilot auf einem Flug in Spanien. Aber er konnte uns helfen: Seine Frau rief ihn in Spanien an, er telefonierte von dort aus mit Andy, der eilte mit dem Motorad zum Flugplatz und machte - unbemerkt durch die anderen - seinen russischen Renner klar.


Andy auf YAK 55 fliegt Geleit (Archiv-Bild Expi, Foto: Vanessa Fernandez)



der Bericht wird bei TV-Südbaden (www.tv-suedbaden.de) zu sehen sein (über Kabel oder Digital-Sat)


Herr Klaus und Kameramann Thomas Leissler vom Lokal-Sender TV-Südbaden hatten auch Freude an der Geschichte. Leider konnte aus Gewichtsgründen nur Herr Leissler mit dem Begleitflugzeug mitfliegen. Er hat den Flug glänzend überstanden, obwohl das mit der Kamera vor dem Auge gar nicht so einfach ist - schon gar nicht, wenn man ein Flugzeug filmen soll, das wie eine Hummel um einen kreist.


Fliegen hält jung. Die strahlende Fliegerin nach dem Kunstflug





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